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4 aktuelle Storytelling-Trends und Prognosen

(Aktualisiert Mai 2026)
Ein Blick auf verschiedene Storytelling-Trends lohnt sich, wenn du dein Unternehmen mit Geschichten strategisch nach vorne bringen möchtest. Geschichten bleiben ja nachhaltig im Gedächtnis, daher macht es durchaus Sinn, eine Marke, Produkt oder Lösung in eine Story zu verpacken. Doch welche Storytelling-Trends sind auch in Zukunft sinnvoll?

Achtung: Momentan kursieren wieder viele Prophezeiungen, was das Storytelling via KI betrifft. Der Wettlauf von Claude und ChatGPT und unser Hinterherlaufen (welche Maschine ist die beste?) raubt uns kreative Energie – und lenkt uns vom Wesentlichen ab. Denn es geht ja zuerst einmal darum, was wir erzählen, nicht welche KI wir beauftragen oder ob wir lieber per Hand schreiben. Hier stelle ich also 4 Storytelling-Trends vor.

Herausgepickt: 4 Storytelling-Trends

Trend 1 – Viele kurze, statt eine lange

Weil die Aufmerksamkeitsspanne jedes Jahr weiter rapide abnimmt, müssen wir unsere Kommunikation auf das User-Verhalten anpassen. Deine Story soll ja wahrgenommen und verstanden werden. Wenn du viele kurze Storys zu einem Thema veröffentlichst, statt einer langen, heißt das nicht, dass du die gleiche Geschichte einfach mehrmals posten oder sonst wie veröffentlichen sollst. Probiere lieber aus, (d)eine Grundstory zu variieren: Zum Beispiel nimmst du verschiedene Anfänge oder du erzählst aus verschiedenen Sichten, zum Beispiel lässt du einmal einen Kunden sprechen, einmal sprichst du. Oder du erzählst in einem anderen Stil: zum Beispiel als Interview, als „Heldenstory“ und dann noch als „Tipp“.

Vor ein paar Jahren hat man auch folgendes bei längeren Blogartikeln gemacht, damit auch „Schnell-Weg-Klicker“ den Inhalt erfassen können: Viele (auch ich) schreiben eine Zusammenfassung und stellten sie als Fazit unter den Artikel. Entweder war/ist das eine Aufzählung oder ein kurzer Absatz, in dem der gesamte Inhalt noch einmal kurz und „hipp“ zusammengefasst wird.

Trend 2 – Öfter erzählen

Deine Story wird gelesen und wirkt nach? Du erhältst sogar Rückmeldungen zu ihr? Ich gratuliere, das ist wirklich gut! Aber was kommt dann? Storytelling Trend Nummer zwei heißt: Tu es öfter, am besten regelmäßig! Vertical Drama heißt momentan das „heiße Zeug“, was ganze Filmstudios aus dem Boden sprießen lässt. Mit diesen kürzesten Filmchen reagiert die Filmindustrie auf pausenloses Beschäftigen mit dem Smartphone, Stichwort „Doom-Scrolling“.

Tipp: Finde Storytelling-Serien zu denen du dann regelmäßig erzählst. Der Klassiker sind regelmäßige Monatsrückblicke oder das Format „12-von-12“ jeweils am 12. eines Monats. Ich verblogge und lese die 12-von-12 sehr gerne, und viele tun das auch (das merke ich dann immer an den Seitenaufrufen). Meine Serie sind „Manus Nerd-Nuggets“, denen ich sogar ein eigenes Design verpasst habe.

Empathische Storys lösen etwas aus, völlig egal, wann und wo du sie liest: morgens auf der Brötchentüte, mittags auf LinkedIn, nachmittags an der Bushaltestelle oder abends, während du dich mit Freunden triffst.“

Manuela Krämer

Autorin | Erzählerin | Trainerin

Storytracker

Trend 3 – Interaktive Storys

Erzählen lebt vom Mitgestalten, das erlebe ich immer wieder, wenn ich als Märchenerzählerin unterwegs bin. Kinder und Erwachsene lieben es, wenn ich sie auffordere, dem Kondor zu helfen, statt nur zuzuhören, wie der Vogel seine Challenge meistert. Gemeinsam rudern wir dann kräftig mit den Armen … Und auch im Business Storytelling sollte es interaktiv werden, denn Interaktivität bringt dir aktive Kunden! Nicht umsonst ist vor allem interaktiv angelegtes Lernen mit LEGO® Serious Play® in Workshops auf Kongressen und Co. bei Gruppen, egal ob Lehrer oder Ingenieuren, seit Jahren erfolgreich.

Tipp: Mitgestalten heißt nicht nur, zu Kommentaren aufzufordern und diese zu beantworten. Du kannst auch mit einem Quiz, Test oder einem anderen spielerischen Schnellcheck zur Interaktion anregen.

Trend 4 – Erzählen auf mehr Formaten

Die Story über dein letztes Team-Meeting oder der Werdegang deiner Innovation auf dem Blog der eigenen Website ist gut. Aber wie bitte soll deine Zielgruppe darauf aufmerksam werden? Ein Post auf LinkedIn? (gähn). Das Gleiche nochmal genau so auf Instagram posten? (doppelgähn). So wenig zu erzählen, reicht längst nicht mehr, denn deine Zielgruppe tummelt sich mal hier, mal da und will vor allem eines: Unterhalten werden!

Poste also mehrfach und (!) abwechslungsreich. Jeweils 3 Posts pro Plattform für eine Story gelten heute als Minimum, besser sind mehr. Variere deine Story (Punkt 1), und setze sie mehrfach ein. Du postest sie nicht zu viel, denn deine Zielgruppe nimmt nie alle Storys wahr und nicht jeder ist auf allen Plattformen. Wenn du deine Story nur einmal auf LinkedIn veröffentlichst, werden viele sie jedoch nicht wahrnehmen.

Tipp: Veröffentlichst du deine Story einmal auf deinem Blog und dreimal als Post auf LinkedIn und dann noch auf Tic-Toc oder Instagram (mehrfach), ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass deine Wunschkunden sie irgendwo dann konsumieren werden. Hast du noch einen Podcast oder einen YouTube-Kanal, noch besser!

Mehr zum Phänomen Bewegtbild – Hierzu hat Volker Reimann den spannenden Beitrag, „Warum Facebook und Microsoft auf virtuelle Interaktionen setzen und damit gewinnen werden“, für das Magazin Filmpuls geschrieben.

Warum deine Geschichte nicht ankommt

Hast du eine Anregung?

Schreibe mir einen als Kommentar unter den Blogartikel, und ich nehme sie mit auf!

6 Kommentare zu „4 aktuelle Storytelling-Trends und Prognosen“

  1. Hey,

    ich finde das Thema sehr interessant und unheimlich spannend. Muss aber ehrlich gestehen, dass ich mir um Storytelling noch nie so detailliert Gedanken darum gemacht habe. Daher finde ich diesen Artikel dazu unheimlich lehrreich und vor allem auch super verständlich. Ich hoffe, dass ich es auch für mich umsetzen kann.

    Liebe Grüße
    Mo

  2. In der Kürze liegt die Würze fällt mir dazu ein! Ich glaube auch, dass die Aufmerksamkeitsspanne nachgelassen hat! Mal kurz überfliegen und dann weiterziehen. So kommt mir das auch oft vor! Abwechslungsreiches Erzählen versuche ich schon umzusetzten, aber noch öfter sprengt dann irgendwann den Rahmen 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

  3. Liebe Manuela,
    dass es von Vorteil ist, sich im Schreiben kurz zu fassen, kenne ich noch aus Ausbildung und Studium. Und finde das nach wie vor passend.
    Aus Lesersicht muss ich allerdings sagen, dass ich schnell genervt bin, wenn ich Themen immer und immer wieder (neu) lese. Aber das ist natürlich Ansichtssache.
    Herzliche Grüße
    Anja von STADT LAND WELTentdecker

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