Manuela Krämer Autorin

Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zur Storytelling-Trainerin und Autorin

(komplett überarbeitet und ergänzt im Oktober 2026)
Mein Weg zur Storytelling-Trainerin und Autorin verläuft alles andere als geradlinig. Reiterin wollte ich werden, mit einem mobilen Theater wollte ich durch Europa tingeln und irgendwann einmal in ein altes Bauernhaus mit einem großen Obstgarten ziehen. Ein paar Dinge haben sich erfüllt, nur anders als gedacht. Lies hier mehr über meinen abenteuerlichen Weg zur Storytelling-Trainerin und Autorin und Untertanin von Katze Flocki.

Im Jahre 1966 geboren, wuchs ich in Brasilien, Portugal, im Rheinland, in Peru komplett in der analogen Zeit auf. Okay, mit Fernseher aber der besaß in meiner Kindheit nur 3 Knöpfe, ARD, ZDF und „Das Dritte“ und eine Fernbedienung: das waren wir – mein Bruder und ich. Ich reite auf Stromkästen, Baumstämmen und Schaukeln in den Sonnenuntergang. Ich schwimme rekordverdächtig schnell, auch auf Wettbewerben. Mein Held heißt Winnetou, mein Barbie-Pferd heißt „Iltschi“. Die Geschichten und das Herumreisen begleiten mich von Kindesbeinen an. Heute merke ich: Ich habe tatsächlich so gut wie alle meiner Träume verwirklicht, nur irgendwie anders. Doch lies hier selbst, wie ich zu dem geworden bin, die mich ausmacht. Dieser Artikel eignet für dich, wenn du entweder einfach gerne Geschichten über Menschen liebst oder – konkret – wenn du mit mir zusammenarbeiten willst und herausfinden möchtest, ob wir zu einander passen.

Meine Kindheit: Von Rio de Janeiro bis zum Rheinland

Im Zeichen der Mondlandung

Geboren bin ich in Langenhagen in der Region Hannover bezeichnenderweise im „Krankenhaus am Silbersee“. Ob das ein früher Hinweis auf meine Liebe für Karl Mays Bücher ist? So oder so: Kurz nach meiner Geburt ziehen meine Eltern mit Baby Manuela nach Brasilien. Dort verfolgen sie „live“ (in Rio ist es Mittag) mit Freunden die Mondlandung und ich werde mit entsprechendem Merch, wie T-Shirt, Spielzeug und komplettem Essgeschirr in Mondlandungsdesign ausstaffiert. Der Star der südamerikanischen Welt prangt auf ziemlich vielem, so dass wir heute wissen: Topo Gigio, die Maus, ist auch auf dem Mond gelandet. 😉

Mein Weg zur Storytelling-Trainerin fing mit der Mondlandung an.
Links: Mondlandung – und ich bekam dieses T-Shirt.
Rechts: Mit meiner Mama in Rio de Janeiro.

Ist das schon Selfpublishing?

Mein vierjähriges Ich nennt das schnelle Kritzeln auf Papier „Schnellschrift“. Die Erwachsenen machen es mir vor: sie kritzeln so rasant ständig Unterschriften, Einkaufzettel und andere Notizen auf Papier. Faszinierend! Ich ahme das nach und „schreibe“ seitenweise in meiner eigenen Schrift. Als ich dann endlich schreiben kann, entwickle ich blaue Mini-Schulhefte für meine „Plüschtierschule“. Man kann das durchaus als frühes Selfpublishing bezeichnen.

Erste Schreibversuche auf meinem Weg zur Storytelling-Trainerin
Ich konnte gerade schreiben, da war ich schon Selfpublisher! 😀

Ist das schon Marketing?

Da Weihnachtsgeschenke für die Eltern und Geschwister bei uns immer selbstgemacht werden, stricke und klebe ich mich durch die Vorweihnachtszeiten. Irgendwann hängen kleine Schilder an meinen Arbeiten. Darauf stehen dann so marketingstrategische Sätze, wie „diese exklusive Handarbeit stammt aus dem Hause Manu-Design“ oder „Dieses handgehäkelte Schwein ist für immer Dein!“.

Meine Jugend: Vom Rheinland nach Peru

Eine Comicfigur entsteht und die Leseleidenschaft wächst

Die Serie der „kotzenden Schnecken“ entsteht. (Fragt nicht!). Zusätzlich unterschreite ich regelmäßig die 4-wöchentliche Ausleihfrist der Bücherei. Von „Die Inseln hinter dem Winde“ über Narnia, unzählige Karl Mays bis „Blitz, der schwarze Hengst“, verschlinge ich haufenweise Abenteuergeschichten.

Mein Weg zur Storytelling-Trainerin hat auch mit kotzenden Schnecken zu tun.
Ich habe keine „Blaue Periode“, wie Picasso,
dafür eine „kotzende Schnecken“-Phase

Erste Schritte: Sport, Bühne, Schülerzeitung

Ich liebe den Sport. Schwimmen und Tanzen haben es mir angetan. Bei ersterem schaffe ich es bis zur Wettkampfschwimmerin für diverse Schulen im Rheinland und später in Lima. Und Tanzen geht in Richtung Jazzdance. Da entdecke ich dann meine Leidenschaft für die Bühne und dass Theaterspielen noch so viel mehr Spaß macht.

Die Schülerzeitung? Ich gestehe: Zuerst mache ich mit, weil mein „Schwarm“ dort ist, doch schon bald ist der vergessen. Das Themen finden und Beiträge schreiben hat mich gepackt. In unserem Gymnasium in Haan sind wir ein eingespieltes Team an Nerds und – Fun-Fact der 80er Jahre: Wir zeichnen die Werbung, die Unternehmen vor Ort bei uns buchen, selbst. Bevor ich wegziehe verspreche ich der Schülerzeitung als „Auslandkorrespondentin“ erhalten zu bleiben und ab und zu Beiträge nach Deutschland zu schicken.

Transatlantische Korrespondentin und Trendsetter

Im Sommer 1985 ziehen wir nach Peru. An der Deutschen Schule in Lima mache ich nicht nur mein Abitur, sondern wir spielen auch Theater und bringen den Schülern den Trend „Stricken während des Unterrichts“ bei. Das hatten die Grünen kürzlich in den Bundestag mitgebracht, wir „Neuzugänge“ aus Deutschland dann nach Lima.

Der Schülerzeitung in der alten Heimat im Rheinland habe ich versprochen, regelmäßig Artikel über das Leben in Peru zu schicken. Ich schaffe das, glaube ich, zwei Ausgaben lang. Danach bin ich „ganz“ in Lima angekommen. Hier mache ich mein Abi in zwei Muttersprachen-Fächern, Deutsch und Spanisch „mit allem“, das heißt: Literatur von zwei Kulturen lesen, verstehen und darüber schreiben.

Mein Weg zur Storytelling-Trainerin hat auch mit Kreativität im Unterricht zu tun.
1985: Wie „Die Grünen“ in einem weit entfernten Bundestag – Vera und ich führen den Trend „Stricken im Unterricht“ an der Deutschen Schule in Lima ein.

Sport und Theater, Theater

Es gibt hier neben dem Schwimmtraining im Deutschen Club (wir schwimmen 3.000 Meter zum Aufwärmen und dann geht’s richtig los…) auch eine Theater-AG. Da mache ich natürlich mit! Ich lerne verschiedene Methoden, wie man sich als Schauspielerin Texte „draufschafft“ und wie man viele Worte in kleinen Gesten bis in die hinterste Reihe sichtbar macht. Ich erinnere mich noch an unsere Premierefeiern mit wüsten Cocktail-Mischungen … Die Aufführung von Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ wird ein voller Erfolg. Die gesamte deutsche Community aus Lima schaut sich unsere drei Vorstellungen an. Bei der Premiere übertreibt es unser Special-Effects-Team mit dem Trockeneis am Schluss, daher verschwinden wir samt den ersten Reihen im Nebel. 🙂 Mehr über meinen Traum von einer Schauspielkarriere liest du hier.

Die Brandstifter, Thomas Pena und ich, 1987 bei der Premiere von „Biedermann und die Brandstifter“, Deutsche Schule „Alexander von Humboldt“ in Lima.

Ich entdecke meine Leidenschaft für Werbung

Unsere Klasse  konstruiert eine Lehrertaufe, mit der jeder am Fest Bälle auf eine Zielscheibe und damit Lehrer ins Wasser werfen kann. Was für ein Spaß! Die Schlange an unserem Stand nahm kein Ende. Und ich? Spätestens jetzt wird mir endgültig klar, dass ich „irgendwas mit Werbung“ machen will, denn ich gestalte handkolorierte „Tauf-Urkunden“ für die nassen Lehrer.

Ich entwerfe Urkunden fürs Schulfest auf dem Weg zur Storytelling-Trainerin.
1986: Urkunden für Lehrertaufe, schwarzer Nagellack und asymetrischer Haarschnitt. 🙂

Ich lerne, was ein Texter ist

Das Abi ist geschafft. Ich weiß jetzt, dass ich in die Werbung will, Grafik-Design studieren. Daher absolviere ich ein Praktikum in einer Werbeagentur in Lima und begegne dort Lucho, meinem ersten Texter. Davor wusste ich nicht, dass es diesen Beruf überhaupt gibt! Die Kreativen in der peruanischen Werbeagentur Studio A Diseno zeigen mir nicht nur, wie die „bunte Werbewelt“ in Wirklichkeit arbeitet, sondern auch was Texte so alles bewirken können – und wie viel Spaß das macht.

Mein Traum vom Grafikstudium platzt

Alleine mit einem Koffer, meiner Gitarre und einer riesigen Kunstmappe fliege ich nach Deutschland zurück. Ich will Design studieren und falle durch die Aufnahmeprüfung. Die Mappe für die Aufnahme hatte ich in Lima selbst zusammengestellt ohne Vergleich, ohne „Mappen-Kurs“, wie das die Anderen in Düsseldorf wohl machen. Egal, jetzt heißt es, ein Jahr warten bis zur nächsten Aufnahmerunde.

Über Berufe und wie man sie findet

Kaufmännische Berufe oder: Was mache ich hier eigentlich?

Zur Überbrückung trete ich doch die Lehre als „Büroassistentin“ in Düsseldorf an, zu deren Aufnahmeprüfung mich meine Eltern genötigt haben. Schließlich soll „Manuela ganz allein in Deutschland“ nicht unter die Räder kommen.1990 bin ich nun völlig kreativ-befreite, IHK-geprüfte Büroassistentin. Die Inhalte … langweilen und die Arbeit im Großraumbüro stresst mich. Ich weiß jetzt: DAS will ich definitiv NICHT lange machen. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich die kaufmännische Leere 😉 durchgezogen habe, denn ich kann jetzt Steno und BWL (gut für das sehr freie geisteswissenschaftliche Studium, was dann folgt).

Düsseldorfer Nächte sind aber auch lang!

Die Lehre ist spießig, aber die Kultur in der Stadt am Rhein ist klasse! Ich lasse mich von Kunststudentinnen durch Ausstellungen führen, besuche verrückte literarische Nachtlesungen mit noch verrückteren Autoren, jede Menge Konzerte und tanze Salsa in Düsseldorfer Kellerbars. Und ich verschlinge alte und moderne Klassiker in Mengen zum Ausgleich dieser Lee(h)re: Hesse, Max Frisch, Apollinaire, Kandinsky, Herr der Ringe, Ernst Toller … Vielleicht sollte ich lieber Literatur als Grafik studieren?

Viele Bücher pflastern den Weg zur Storytelling-Trainerin.
Warum Martin Opitz‘ Poeterey den kleinen Bären
gestempelt bekam, weiß ich nicht.

Auf ins Studentinnen-Leben!

Voll motiviert stürze ich mich ins pralle Studierendenleben (was damals noch Studentenleben heißt). Mit WG-Feeling, Erstsemester-Partys gebe ich mir das volle Studiengefühl und bin dafür auch an genau der richtigen Uni: Als Märchenfan wähle ich das Germanistik- und Spanisch-Studium in Marburg, da „Gebrüder Grimm“ und später wechsle ich nach Köln (wegen Alaaf!). Hier und da lerne ich außergewöhnliche Professoren und Kommiliton:innen kennen und sauge Wissen, Wissen, Wissen auf. Und weil ich ja jetzt Steno kann, schreibe ich alles easy mit. Für die Jüngeren: Wir befinden uns in den 90er Jahren, noch vor der Laptop- oder Tablet-Ära; Social Media ist noch weit weg. Bis Ende des Grundstudiums tippte ich sogar die Seminararbeiten noch auf der Schreibmaschine, was ich mir heute überhaupt nicht mehr vorstellen kann.

… das soll nur nicht brotlos enden!

Trotz Spaß an allem erinnert mich mein Sicherheitsdenken daran, dass ich als „Geisti“ (Geisteswissenschaftler), keinen Berufsabschluss habe und doch eigentlich Werbetexterin werden wollte. Ich denke an die „Büroassistentin“ und kriege einen Schreck: Nie wieder! Da denke ich an Lucho, den Texter aus Lima. Ein paar Bewerbungen und Telefonate später merke ich: Agenturen in Köln und Düsseldorf nehmen nur „Agenturkinder“ plus wenige Auserwählte, aber ich habe kein Vitamin B(eziehungen). Niemand in meiner Familie ist inne Werbung!

Da fällt mir etwas ein…

Ich kann doch zeichnen! Diesmal werden es Scribbles. Anzeigen der Agenturen zeichne ich nah und ersetze deren Texte dann mit „Manu-Text“. Gleich mehrere finden das witzig, und *tadaaa* ich kriege einen Fuß in die Tür der Düsseldorfer Werbewelt: als freie Mitarbeiterin bei GREY Düsseldorf.

Traritrara, das Internet ist da!

Wir schreiben das Jahr 1996 und ich bin nun im Hauptstudium in Köln angekommen. Da flüstert es auf den Fluren, dass man sich bei den Neuro-Linguistischen Programmierern eine E-Mail besorgen und damit in dieses neue Dings – sie nennen es Internet – gehen kann. Mit meiner ersten E-Mail-Adresse, die ganz viele Buchstaben und Ziffern enthält, surfe ich also zum ersten Mal in dieses weltweite Netz.

Die erste Station, die ich ansurfe,  ist natürlich die peruanische Tageszeitung „EL Commercio“ … rrrr-döng-döng. Nach „nur“ 10-15 Minuten bin ich in Lima. Ja wirklich, wir finden das damals super-schnell, denn wir können es nur mit dem Postweg vergleichen und der dauert noch ein bis zwei Wochen. Eine Woche später wird das Internet BUNT und heißt jetzt WorldWideWeb. – „Faszinierend“, würde Mister Spock jetzt sagen.

Studienabschluss und Shampoo-Werbung

Mitte der 90er Jahre schreibe ich an meiner Magisterarbeit über „Carl Einstein und die Möglichkeit einer kubistischen Literatur“ und jobbe parallel dazu in der Werbeagentur. Auf der einen Seite analysiere ich also die Kunst der Surrealisten und wie sie Texte zerhacken und ob sich das langfristig durchsetzt.

Auf der anderen Seite texte ich gefühlt tausendmal Storyboards über Haare, Shampoo und Deodorants. Mich fasziniert, dass ich mit einem einzigen Wort einem Textes eine völlig neue Richtung geben kann.

Die Magisterarbeit wird fertig, die Abschlussprüfung schaffe ich auch und bekomme meinen Akademischen Grad verliehen. Anschließend feiert die „Magister Artium“ den Abschluss zusammen mit Freunden mit einem ausgiebigen Picknick am Rhein. Mein damaliger Freund, ab 1999 mein Mann Karsten belohnt mich mit einer Tonne „Mäusespeck“-Pilze! – Ob es hier Zusammenhänge gibt?

Magister-Abschluss auf dem Weg zur Storytelling-Trainerin.
Studium geschafft – mit Abschlussurkunde und einer Tonne Mäusespeck-Pilze als Belohnung.

Arbeitswelt, ich komme …

Erster Stopp Fachverlag – auf nach Bayern!

Als frischgebackene „Magister Artiae“ und mit dieser Agentur im Lebenslauf, ist das geisteswissenschaftliche Studium nicht mehr brotlos. Ich kann sogar zwischen zwei Jobs auswählen. Mein 90er Jahre Ich entscheidet sich für einen Fachverlag in Bayern, anstatt als Redaktionsassistenz für das neue Format 😉 „7 Tage 7 Köpfe“ nach Köln zu gehen. Mich reizt das unbekannte Süddeutschland sehr, Karsten mag mit, und so ziehen Karsten und ich 1997 nach Augsburg, wo ich es beruflich mit dem Direktmarketing-Texten zu tun bekomme. „Warum nicht der Fernseh-Job?“, denken damals viele. Heute kann ich sagen: Fachverlage können wahre Kreativzentren sein, weil man sich hier sofort austoben darf, anstatt – wie beim Fernsehen – nur Kabeltrommeln zu schleppen und den Promi-Redakteuren über die Schulter zu gucken. Hier im Verlag starte ich in ein geregeltes Arbeitsleben, welches ich von meiner Agenturzeit nicht kenne: Ich habe noch ein Leben nach der Arbeit! – Bayern finden wir beide herrlich exotisch und lernen die Augsburger Kneipenkultur kennen.

Expertin für „Wir brauchen mal was Anderes“

Im WEKA Verlag werde ich schnell zur Ansprechpartnerin für, „wir brauchen mal etwas Anderes“. Von Comics für Jura-Studenten bis zur Teilnahme am obskuren Projekt „Internetseite“ für den Verlag mache ich sehr Kreatives, was man vielleicht nicht in einem Fachverlag vermutet. Tja, und dann machen wir etwas völlig Verrücktes: Karsten und ich heiraten nach 8 Jahren „wilder Ehe“ – ausschließlich wegen der coolen Party!

Frau am Schreibtisch telefoniert
Mein Texter-Ich im WEKA Verlag 1999
Comic über das Internet
Mein Comic über das „neue“ Medium Internet. Die Probleme sind die gleichen wie heute.

Machst du auch mal was nebenbei?

Machst du auch mal was nebenbei? Als mich immer mehr ehemalige Mitarbeiter fragen, ob ich auch freiberuflich für sie texte, erinnere ich mich an mein ursprüngliches Ziel. Mensch, ich wollte doch nur 4-5 Jahre festangestellt bleiben … Aber dafür den Sicherheitsanker „Festanstellung“ sausen lassen? Hmm…

Krise, die erste, zweit und dritte

2000: Es kriselt zum ersten Mal: Nur wenige wissen, dass ich im Millenium-Jahr (mein persönliches S-Wort Jahr) zum ersten Mal an Brustkrebs erkranke. Ich schwöre mir: Das Leben ist zu schön, um sich lange zu ärgern. Zwischen Therapien und Wartezimmern entsteht mein Business-Plan und ich sichere mir die Federkunst-Domain. Meine Website entsteht mit Frames, Dreamweaver und Hilfe aus Internet-Chatgruppen (YouTube & Co. sind ja noch nicht).

Ab in die Selbstständigkeit

2001: Selfmade Woman. Liebe Chefs langweilt nie einen Kreativen. Erste Kunden habe ich schon, ich wage den kompletten Absprung in die Selbstständigkeit und bereue …. nichts!

Die „Nuller“ Jahre: Meine Texte werden vielfältig, die Familie wächst. Gleich mit einem ersten Großkunden, dem Weltbildverlag, wächst mit Katalogtexten meine Vielfalt an Texten. Völlig verrückt oder mal ehrlich: Warum schreibt man Sprechblasen für Deko-Gartenzwerge? Außerdem haben wir sehr viel Spaß, denn im Team „alles außer Bücher“ ist es superlustig.

Unser Weltbild-Team
Der Weltbildverlag wird mein erster Großkunde. Wir haben sichtlich viel Spaß im Team.

Mit dem Kind lebt das Storytelling auf!

2005: Unser Sohn kommt zur Welt und Storytelling wird wichtig. Das Geschichtenerzählen nehme ich (wieder) auf aber es bleibt nicht beim Vorlesen. In einem Urlaub im Böhmerwald – wir sitzen am Lagerfeuer, es ist zu dunkel um vorzulesen – frage ich, „was soll ich erzählen?“ Wittiko, das böhmische Eichhörnchen wird geboren und mit ihm leben weitere Fantasie-Tiere (Familientradition) wieder auf. Am nächsten Abend sitzen, „ups“, ein paar Kinder mehr um unser Lagerfeuer …

Von der Texterin zur Autorin

Die Geschichten wollen aufs Papier

Ab 2010: Die Geschichten aus meinem Kopf drängen aufs Papier. Ich beginne mit dem Aufschreiben dieser Tier-Fantasy-Geschichten und versuche mein Glück bei Kurzgeschichten Wettbewerben mit recht gutem Erfolg (denn so oft schreibe ich nicht Belletristisches.) Außerdem schreibe ich ein Gartenbuch und ein Kochbuch im Auftrag eines Verlages. In beiden fließen meine Hobbys Garten und lecker Essen ein.

Mit meinem Sohn (2 Jahre) bei Florenz.
Mein Sohn, ein wahrer Geschichten-Staubsauger (2007)

International in Bayern – mein Ehrenamt

2016: International in Bayern: Das Leben in Bayern ist für mich noch immer exotisch. Auf der Suche nach Gleichgesinnten finde ich mich im Internationalen Verein Mering (IKM) wieder. Wir organisieren ehrenamtlich das große Festival, veranstalten Länderabende und Koch-Events. Ich nehme mir die Internetseite vor und werde Geschichtenerzählerin mit Märchenzelt und so. Im Jahre 2020 bekommen wir für unser Bemühen um Miteinander den Schwäbischen Integrationspreis verliehen.

Mit dem Verein Internationale Kultur Mering e.V. stürze ich mich in den Karneval, der in Bayern Fasching heißt (links neben mir mit Schild unser Sohn).
Buch signieren
Einfach fragen: Ich schreibe persönliche Widmungen in meine Bücher

In meiner Freizeit betätige ich mich ab 2016 ehrenamtlich in einem Kulturverein vor Ort und werde ab und zu als Geschichtenerzählerin engagiert. Ferienprogramm, Weltkindertag, Märchenzelt oder Bücherei – ich liebe es alte Märchen und Geschichten für junge Menschen spannend zu erzählen!

Die Sache mit den Landkreis-Chroniken

Landkreischroniken lkasdflkjsdf

Mein Weg zur Storytella erweitert sich mit dem Schreiben von Landkreischroniken.

Autorin geht auf Poetry-Slams

Hier kommt, wie ich zum Gedichteschreiben kam ….

Von der Autorin zur Trainerin

Warum nicht auch Workshops anbieten?

Hier kommt was zu meiner Richtung in die Workshops und Traininggeschichte…. Ich wurde gefragt für Online-Konferenzen und Reihen. Und dann kam das BarCamp in Stuttgart und ich machte gleich eine Session. Was ich daraus für Schlüsse zog usw.

Schreibwerkstatt? Mach ich!

Hier kommt was zu meiner Schreibwerkstatt-Geschichte ab 2026 – Kulturcafé / übers Ehrenamt. Und über die VHS-Kochkurse, die ich dann wieder aufgreife und diesmal Schreibwerkstätten anbiete mit so illustren Namen, wie „Peng!“

Und manchmal scribble ich immer noch auf kleinen Papier-Dummys, zum Beispiel wenn ein Kunde Werbung für seine Seminare braucht. 🙂

Mein Weg zur Storytelling-Trainerin hat auch mit kleinen Comics zu tun.

15 Kommentare zu „Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zur Storytelling-Trainerin und Autorin“

  1. Wow, was für ein toller Text! Von einer Texterin eigentlich nicht anders zu erwarten, trotzdem hat es mich überrascht, wie sehr mich deine Worte und auch deine Geschichte berührt haben. Beeindruckender Lebensweg, den ich an vielen Stationen sehr gut nachvollziehen kann!

  2. Hi Manuela,
    mensch was für ein cooles Leben!
    Mir scheint es als hast du schon viele Höhen und Tiefen erleben müssen und bist aus allen nur noch stärker hervor gegangen.
    LG
    Stephan

  3. Hallo Manuela,
    jetzt hab ich das Gefühl, wir kennen uns schon lange, haben uns nur aus den Augen verloren. Wie schön, dass wir uns über boomboomblog (wieder 😉) über den Weg gelaufen sind.
    Danke für deine Erinnerung, die meine angetriggert haben.
    Und Bayern ist nicht exotisch, sondern Schwaben!
    Liebe Grüße Ingrid

  4. Die Ausbildung im Büro haben wir gemeinsam und auch ich habe mich damals nachhaltig gelangweilt! Oh ja! Zum Glück hab ich dann auch nochmal was anderes gemacht (mit dem ich jetzt viel glücklicher bin), aber genau wie dir, kommt mir das Wissen aus der Zeit heute noch zugute! Deine Scribbles erinnern mich übrigens stark an Sketchnotes, die aktuell ganz in sind! Hab letztens erst eine Fortbildung zu dem Thema mitgemacht!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Hi Jana,
      ja Sketchnotes ist nur ein neuer Begriff für etwas sehr sehr Schönes: das intuitive Kritzeln aus dem Bauch heraus. Früher habe ich das auch beim Telefonieren (Telefon mit Schnur im Flur) auf dem daneben liegenden „Telefonblock“ 🙈 getan.

  5. Danke für Deinen lesenswerten Einblick. Meine Bürojobs fand ich – zumindest nach der Zeit im elterlichen Unternehmen – tendenziell auch eher langweilig. Die Welt bewegt man damit zumindest nicht 😉 Ich finde es spannend, wie sich Dein Weg immer weiter entwickelt hat, du aber immer irgendwie ums Schreiben kreist. Ich wollte übrigens auch Grafik Design studieren….

    Gruß aus München von Marita

  6. So ein spannender Weg, liebe Manuela!

    Ich habe sehr gelacht, dass dir Bayern bis heute noch etwas exotisch vorkommt. Aber bei deinem Weg von Lima über Düsseldorf nach Bayern irgendwie nachvollziehbar. 😉

    Deinen Weg zur Texterin fand ich sehr spannend und habe gerne mitgelesen. Klingt schön, dass du jetzt textlich so vielseitig unterwegs bist.

    Liebe Grüße (aus der Nähe deiner alten Heimat Düsseldorf) 😊
    Petra

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